Let’s talk about Food – mit Aleksandra Keleman

Ob Fußball, Handball, Tennis oder Volleyball – Sie kennt die großen Leistungssportler. Und sie kennen Aleksandra Keleman. Denn mit ihrer Ernährungsberatung hat sie schon einigen zu mehr Leistung und einem besseren Körpergefühl verholfen. Mit voller Leidenschaft macht sie sich für gesunde Ernährung und somit vor allem für die Umwelt stark und teilt ihr Wissen auch bei Social Media, zum Beispiel in der Facebook-Gruppe Top Athletes Vegan und fasst die Ergebnisse mit den Leistungssportlern auf ihrer Homepage www.superstarformel.de zusammen. Wie es dazu kam und was ihr großes Ziel dahinter ist, darüber haben wir im Food-Talk mit ihr gesprochen. 

Aleksandra Keleman ist bekannt als Aktivistin für gesunde Ernährung. Dabei berät sie insbesondere Leistungssportler.

Foto: Aleksandra Keleman

Könntest du zu Beginn kurz etwas über dich erzählen? 

Ich bin 25 Jahre alt, befinde mich im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Darmstadt und berate seit vier Jahren Leistungssportler zum Thema leistungssteigernde Ernährung. 

Eigentlich studierst du etwas ganz anderes. Wie kommt es, dass du beim Thema Ernährung so engagiert bist? 

Gute Ernährung ist untrennbar mit Wohlbefinden gekoppelt und das brauchen alle. Beim Sport, beim Studieren, beim Arbeiten. Von allen unseren Tätigkeiten hat Ernährung wohl den größten Einfluss auf die Umwelt. Dieser Verantwortung können wir Menschen uns nicht entziehen und ich hoffe, dass ganz viele Leistungssportler als Vorbilder der Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Auch für diejenigen, deren Stimme kaum gehört wird – die der Tiere. 

Du hast sehr schnell mit bekannten Profisportlern zusammen gearbeitet – womit hast du deren Vertrauen gewonnen? 

Ich zeige Sportlern, wie andere Sportler vorgehen, die bereits maximales Vertrauen genießen. Dirk Nowitzkis Aussagen zum Thema Kuhmilch auf Youtube erleichtern den Einstieg ungemein. 

Wieso arbeitest du vor allem mit Sportlern zusammen? 

Keiner kann besser unter Beweis stellen, welche Ernährungsform wirklich überlegen ist, als Sportler. Durch sie werden Zweifel in der (Sport-)Ärzteschaft ausgeräumt und natürlich auch in der Gesellschaft. 

Aleksandra Keleman berät und unterstützt mit Ernährungsberatung und geht auch mal mit ihren Klienten zum Einkaufen.

Foto: Aleksandra Keleman; Aleksandra Keleman mit Fußballer Luca Waldschmidt

Hast du den Eindruck, dass es in den letzten Jahren einen Umschwung bei der Ernährung von Leistungssportlern gab? (Martina Navratilova, Carl Lewis, Gladiatoren schon immer, aber jetzt präsenter) 

Wie ihr bereits in eurer Frage feststellt, gab es schon lange vegane Athleten auf höchstem sportlichen Niveau. Inzwischen sind wir viel weiter, was kritische Nährstoffe in der heutigen Gesellschaft angeht (B12, D3, K2 alltrans, Magnesium, Selen, Jod, Omega3- zu Omega6-Bilanz) und wir haben dadurch noch mehr Möglichkeiten der Leistungssteigerung. Vegane Sportler werden durch die sozialen Medien heute stärker wahrgenommen als früher. Gründe für den auffälligen veganen Sportler-Zuwachs sehe ich auch im Online-Austausch, der den Umstieg erleichtert, und der wachsenden Zahl fundierter Veröffentlichungen, wie z. B. Niko Rittenaus „Vegan-Klischee ade!“ oder Cell Gardens „Superfood Assistant“. 

Wie sieht die Ernährungsberatung bei dir aus? 

Der Athlet geht mit mir zusammen die wertvollsten Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinquellen einkaufen und daraus entstehen dann die leistungssteigernden Gerichte. Ich empfehle den Athleten, die in der monokulturellen Ernährung kritischen Nährstoffe zu supplementieren.  

Welche Komponenten sind dir bei einer pflanzlichen Ernährung am wichtigsten? 

Generell sollte man bei jeder Ernährung auf die Signale des Körpers während der Verdauung achten und vor allem konsequent bis zu Ende kauen. Wenn ich gut auf meinen Körper höre, merke ich, dass gekeimte Samen, regional-saisonales Bio Obst und Gemüse und Kräuter am leichtesten zu verdauen sind. Nicht zu viel durcheinander mischen und Obst immer vor Gemüse essen, nicht umgekehrt. Ich habe den Eindruck, dass dieses Rezept bei allen Sportlern den gewünschten Erfolg bringt, der sich auch in der deutlich definierteren Form und schnelleren Regeneration widerspiegelt. 

Wie bist du auf das Keimen und Cell Garden gekommen? 

Vom Keimen überzeugten mich Frank H. Friedrich und Patrick Strobach. Cell Garden entdeckte ich zum ersten Mal auf einer Messe. Das Konzept, möglichst  vielen Menschen das Keimen schmackhaft und praktikabel zu machen, hat mich sofort begeistert und auch die Menschen hinter Cell Garden sind absolute Sympathieträger. 

Eine Zukunftsprognose von dir: Was denkst du, wie Ernährung sich in den nächsten zehn Jahren verändern wird? 

Ich denke, dass die Spitzenprodukte im Bereich Käse- und Fleischalternativen mittlerweile so gut sind, dass ein schneller Wandel in Richtung vegan möglich wäre. Die veganen Zuwachsraten in Ländern wie USA, Großbritannien, Australien und Israel sind wirklich beeindruckend. Die stetig steigende Nachfrage wird hoffentlich schon sehr bald zu niedrigeren Produktpreisen führen, damit vom Umstieg auch die breite Mehrheit profitieren kann. Ich schaue auf www.happycow.net regelmäßig nach neuen veganen Restaurants und bin immer wieder erstaunt, wie schnell sich das vor allem in den Großstädten entwickelt.  

Liebe Aleks, wir danken dir ganz herzlich für das spannende Gespräch. Wir freuen uns riesig, mit dir eine begeisterte Sprossengärtnerin gefunden zu haben und wünschen dir viel Erfolg für dein Studium und deinen weiteren Weg im Bereich Ernährungsberatung.

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By | 2019-06-01T12:28:23+00:00 Januar 20th, 2019|Allgemein, Let's talk about Food|0 Comments

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